Tresore in Weiden

Wenn im privaten wie auch im gewerblichen Bereich höhere Werte, wie z. b. Schmuck, Bargeld, Münzen, Computer usw. vorhanden sind, sollte die Anschaffung eines Wertschutzschrankes (sog. Tresor bzw. Safe) in Erwägung gezogen werden.  Vor Anschaffung eines Tresores ist allerdings zu beachten, dass das Gebäude entsprechend sicher ist und zumindest über einen mechanischen Grundschutz verfügen sollte. Den Haus- und Wohnungsbesitzern wird im Allgemeinen  empfohlen, ihre Türen, Fenster und sonstige Öffnungen mindestens in der Widerstandsklasse 2 (RC 2) auszurüsten. Im Einzelfall kann auch eine professionelle Nachrüstung einen guten Grundschutz gewährleisten. Eine dazugehörige Einbruchmeldeanlage vervollständigt den Einbruchschutz.

Beim Kauf und bei Aufstellung eines „Tresors“ sollten einige Grundregeln beachtet werden:

  1. Da ein solcher Wertschutzschrank auf Langlebigkeit ausgerichtet ist, sollte er entsprechend groß dimensioniert sein. Nichts ist ärgerlicher, wenn plötzlich wichtige Aktenordner keinen Platz mehr finden.
  2. Ob nun ein Umgang mit einer Zahlenkombination oder Schlüssel sinnvoller erscheint, ist oftmals Geschmacksache. Zu bedenken ist, dass Einbrecher erfahrungsgemäß sehr intensiv nach dem Schlüssel suchen und sehr oft auch finden. Hier sollte für die Aufbewahrung des Schlüssels absolute Sorgfalt gelten. „Merkzettel“ von Zahlenkombinationen verbieten sich ebenfalls.
  3. Wenn möglich, sollte ein Wertschutzschrank verdeckt untergebracht werden, da die offene Sichtbarkeit potentielle Einbrecher zusätzlich anlockt. Über den Erwerb eines Tresors sollte der Besitzer Stillschweigen bewahren.
  4. Vor dem beabsichtigten Kauf ist in jedem Fall die Hausratversicherung zu konsultieren, da sich die sog. Hausratsrisiken auf den Widerstandsgrad des empfohlenen Wertschutzschrankes beziehen sollten. Je nach Aufbewahrungssumme ist ein adäquater Tresor vorzusehen.
  5. Die Befestigung eines Wertschutzschrankes sollte durch einen Fachbetrieb erfolgen. Idealerweise sind im privaten Bereich Einmauerschränke normalen Standtresoren vorzuziehen. Eine mindestens 10 cm starke Betonumhüllung, mehrere Maueranker und eine Einlassung ins Mauerwerk lassen Einbrecher regelrecht verzweifeln und vom „Vorhaben“ Abstand nehmen.

Es empfiehlt sich die Aufbewahrung in geprüften und zertifizierten Wertbehältinissen gemäß DIN 1143-1. Diese gibt es in verschiedenen Sicherheitsstufen (Widerstandsgraden). Vom Vds (Verband der Schadensverhütung) oder vom ECB-S (European Security Systems) anerkannte Wertschutzschränke sind mit einer Prüf- und Anerkennungsplatte gekennzeichnet. Prüf- und Produktdaten sind vermerkt. Bei der VDMA-Einstufung (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V.) handelt es sich um eine veraltete Grundlage.